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Unser Vorschlag: Drei Maßnahmen für mehr Jugendangebote

Gemeinsam mit dem Stadtjugendparlament und einer großen Unterstützergruppe möchten wir einen Ort schaffen, an dem Jugendliche sich treffen, austauschen und gemeinsam Zeit verbringen können. Dabei geht es nicht um ein einzelnes Großprojekt, sondern um einen realistischen Weg, der Schritt für Schritt umgesetzt werden kann.

1) Kurzfristig: Treffpunkt und Basketball

Als ersten Schritt schlagen wir vor, zeitnah einen frei zugänglichen Treffpunkt für Jugendliche zu schaffen. Einen Ort, an dem junge Menschen ausdrücklich willkommen sind. Gestaltet durch eine überdachte Sitzmöglichkeit und einen Basketballkorb.

Schon mit überschaubarem Aufwand ließe sich damit ein sichtbares Signal an die Jugendlichen in Lauterbach senden. Denn einig sind sich im Prinzip alle, ➡️ so wurde es auch schon im Bürgermeister-Wahlkampf deutlich, es fehlt seit Längerem an Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche in Lauterbach.

2) Mittelfristig: Skateanlage zurückholen

Viele wissen gar nicht, dass Teile der ehemaligen Skateanlage von MOBILE e.V. seit 2013 auf dem städtischen Betriebshof eingelagert sind. Jahrelang stand sie auf dem Schulhof der Schule an der Wascherde, seit ihrem Abbau vor 13 Jahren gibt es jedoch keinen Ersatz für dieses Angebot.

Unser Vorschlag: Die vorhandenen Elemente überarbeiten, instand setzen und wieder nutzbar machen. Mit einem geeigneten Standort und einem guten Untergrund könnte vergleichsweise schnell und mit überschaubarem Kostenaufwand wieder ein Angebot für Skaterinnen und Skater entstehen.

3) Langfristig: Ein Pumptrack für Lauterbach

Als langfristige Perspektive sehen wir einen Pumptrack für Lauterbach. Das ist ein Rundkurs mit Wellen und Kurven, der durch Gewichtsverlagerung („pumpen“) befahren wird. Das Besondere daran: Er eignet sich für Fahrräder, Roller, Laufräder, Inliner, Skateboards und sogar für Rollstuhlfahrer:innen. Dadurch entsteht ein inklusives Angebot für ganz unterschiedliche Altersgruppen und Interessen.

Wir haben uns selbst verschiedene Pumptracks angesehen und mit Nutzerinnen und Nutzern vor Ort gesprochen. Besonders beeindruckt hat uns das Beispiel in Fulda. Dort nutzen Kinder, Jugendliche und Erwachsene die Anlage gemeinsam. Fahrradfahrer, Scooter-Fahrer und andere Nutzer teilen sich die Fläche selbstverständlich, helfen sich gegenseitig und lernen voneinander. Die unterschiedlichen Altersgruppen sowie die Anwesenheit von Eltern sorgen für eine angenehme und lebendige Atmosphäre.

Ein weiterer Vorteil: Für einen ersten Schritt müsste ein Pumptrack nicht zwingend asphaltiert werden. Auch eine Ausführung ohne Teer und damit ohne zusätzliche Flächenversiegelung ist möglich. Eine solche Variante könnte zunächst als Angebot für Fahrradfahrer umgesetzt und später bei Bedarf weiterentwickelt werden.

Für die Finanzierung solcher Projekte stehen zudem verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Ein Gewinn für ganz Lauterbach

Ein Jugendplatz wäre weit mehr als nur ein neues Freizeitangebot. Er würde Lauterbach als jugend- und familienfreundliche Kommune stärken, Bewegung und Gesundheit fördern und Räume für Begegnung und Austausch schaffen. Gleichzeitig wäre er ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Ideen und Wünsche junger Menschen ernst genommen werden und Jugendbeteiligung in Lauterbach gelebt wird. Auch bestehende Treffpunkte wie Schulhöfe, Spielplätze oder andere öffentliche Flächen könnten dadurch entlastet werden. Davon profitieren nicht nur Jugendliche, sondern die gesamte Stadtgesellschaft.