Ausschuss-Sitzung: Großes Interesse für Jugendplatz
Es war viel los gestern Abend bei der öffentlichen Sitzung des Stadtparlament-Ausschusses für Jugend, Sport, Kultur und Soziales (JSKS), immer wieder mussten zusätzliche Stühle herangeschafft werden. Gemeinsam mit dem Stadtjugendparlament haben wir die Ergebnisse unserer Jugendplatz-Umfrage und erste Konzeptideen vorgestellt.
Der Sitzungssaal war gut gefüllt, darunter viele Jugendliche, die sich aus erster Hand über den aktuellen Stand informieren wollten. Daneben waren der MOBILE Vorstand und weitere Mitglieder unseres Vereins, der Kinderschutzbund sowie das Haus am Kirschberg und Mitglieder des Ausländerbeirats zur Unterstützung des Jugendplatz-Projekts vor Ort.
Für uns als Familienverein ist das ein starkes Zeichen: Es zeigt, dass das Thema viele Menschen bewegt und dass der Wunsch nach mehr Angeboten und Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche in Lauterbach vorhanden ist.
Denn einig sind sich im Prinzip alle, ➡️ so wurde es auch schon im Bürgermeister-Wahlkampf deutlich, es fehlt seit Längerem an Aufenthaltsmöglichkeiten für Jugendliche in Lauterbach.
Auch die Umfrage spricht eine klare Sprache
Connor Beranek, Vizepräsident des Stadtjugendparlaments, stellte die ➡️ Ergebnisse der Jugendplatz-Umfrage vor. Der hohe Rücklauf zeigt deutlich: Viele Jugendliche wünschen sich einen Ort, der Treffpunkt und Bewegungsangebot verbindet. Einen Platz, an dem man sich mit Freunden treffen, Sport treiben oder einfach Zeit verbringen kann.
Unser Vorschlag: Drei Bausteine für mehr Jugendangebote
Anschließend stellten die MOBILE Vorstandsmitglieder Katharina Kröll und Anna Lena Erb einen Konzeptvorschlag mit konkreten Maßnahmen vor. Dabei geht es nicht um ein einzelnes Großprojekt, sondern um einen realistischen Weg, der Schritt für Schritt umgesetzt werden kann.
➡️ Dreistufiger Konzeptvorschlag
Unser Vorschlag sieht zunächst die kurzfristige Schaffung eines frei zugänglichen Treffpunkts mit Sitzmöglichkeiten und Basketballkorb vor. Mittelfristig könnten die eingelagerten Elemente unserer ehemaligen Skateanlage aufgearbeitet und wieder nutzbar gemacht werden. Langfristig stehen wir für die Realisierung eines Pumptracks, der von Fahrrädern, Rollern, Skateboards und weiteren Nutzergruppen gemeinsam genutzt werden kann.
Die Unterstützung wächst
Was uns besonders freut: Die Zahl der Unterstützerinnen und Unterstützer wächst nahezu täglich. Organisiert wird dies über unsere WhatsApp-Interessengruppe „Jugendplatz Lauterbach“ – genau dort, wo Jugendliche heute miteinander kommunizieren. ➡️ WhatsApp-Gruppe „Jugendplatz Lauterbach“ beitreten
Als wir die Präsentation für die Ausschuss-Sitzung fertiggestellt haben, haben wir auch die ➡️ Unterstützerliste auf den aktuellen Stand gebracht. Gerade einmal 12 Stunden später mussten wir sie schon wieder aktualisieren, weil weitere Menschen, Vereine und Institutionen ihre Unterstützung zugesagt hatten.
Chancen sehen statt Probleme suchen
In der Diskussion wurde auch über mögliche Herausforderungen gesprochen. Das gehört dazu. Wir sind jedoch überzeugt, dass man nicht jedes Vorhaben an seinen möglichen negativen Szenarien messen sollte – sonst würden viele gute Ideen niemals umgesetzt werden.
Ein Beispiel dafür steht bereits mitten in Lauterbach: ➡️ Unser Gemeinschaftsprojekt „Spielplatz an der Lauter“. Auch vor dessen Bau gab es zahlreiche Bedenken, die an uns herangetragen wurden. Heute wird der Abenteuer-Spielplatz von den Lauterbacher Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzt und ist ein wichtiger Begegnungsort für viele geworden.
Hier zeigt sich täglich, dass gemeinschaftliches Miteinander funktioniert. Die Anlage ist gepflegt, niemand beschädigt sie und auch die Gießkannen, die wir vor einigen Monaten dort aufgehängt haben, sind noch immer da, viele Menschen helfen mit und gießen.
Alles in allem: Die befürchteten Probleme sind komplett ausgeblieben. Warum sollte uns das nicht auch bei einem Jugendplatz gelingen?
Wie geht es jetzt weiter?
Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller beantwortete die Fragen der anwesenden Jugendlichen und erläuterte das weitere Verfahren. Die Entscheidung über die Umsetzung möglicher Maßnahmen liegt bei den Stadtverordneten. Als Ansprechpartner wurde insbesondere der Vorsitzende des JSKS-Ausschusses, Oliver Mitze, genannt. Positiv wurde außerdem hervorgehoben, dass kleinere, dezentrale Treffpunkte vergleichsweise schnell und unkompliziert realisiert werden könnten.
Zum Abschluss der Sitzung bedankte sich der Ausschussvorsitzende Oliver Mitze im Namen der Stadtverordneten ausdrücklich für die gemeinschaftliche Initiative von Stadtjugendparlament und MOBILE e.V.
Besonders in Erinnerung geblieben ist uns außerdem eine Rückmeldung aus dem Publikum: „Man merkt, dass ihr für das Projekt brennt.“
Genau das tun wir. Denn wir sind überzeugt, dass Jugendliche in Lauterbach Räume brauchen, in denen sie sich treffen, bewegen und ihre Freizeit verbringen können. Jetzt liegt es an uns allen, aus den Ideen die nächsten Schritte entstehen zu lassen.


